Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

Angehörige

Wir bieten an jedem letzten Mittwoch im Monat von 13:30 bis 15:00 Uhr eine Angehörigengruppe an, welche allen Interessenten offen steht. Die Gruppe kann ein- oder mehrmalig besucht werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Nähere Informationen sowie eine Wegbeschreibung erfragen Sie bitte innerhalb unserer Sprechzeiten unter 0341 - 9723958. Sprechzeiten: Mo 12:00 - 14:00, Di 10:00 - 12:00, Do 13:00 - 15:00
Angehörige erfahren meist eher „zufällig" von den sexuellen Aktivitäten ihrer Partner oder anderer Familienmitglieder. Oft stoßen sie auf Bildmaterial im Computer oder finden Bildersammlungen an anderen Orten. Die möglichen Reaktionen auf diese Entdeckungen sind verständlich:
  • Angst vor den Folgen der Entdeckung für Familie und Partnerschaft
  • Furcht vor polizeilichen Ermittlungen, den Reaktionen der Bekannten und Nachbarn oder vor finanziellem Ruin
  • Sorge um die Sicherheit der eigenen Kinder
  • sich verraten und betrogen fühlen, weil der geliebte Mensch noch ein „anderes Leben" geführt hat
  • Ekel und Abscheu vor den Bedürfnissen und Fantasien des Anderen
  • Wut auf den Partner, der „egoistisch" seine Interessen auf Kosten anderer verfolgt
  • Scham und Schuld, weil man meint, man hätte es früher merken müssen oder fürchtet, mitverantwortlich zu sein
  • Hin- und Hergerissen sein, weil man nicht weiß, ob man sich an die Polizei wenden soll oder muss

Im Rahmen des Projektes wird Angehörigen die Möglichkeit geboten, sich bei einer der Ambulanzen Unterstützung im Umgang mit dem neu erworbenen Wissen und den daraus entstehenden Konflikten zu holen.

Darüber hinaus werden Angehörige dazu ermutigt, das offene Gespräch mit dem betroffenen Familienmitglied zu suchen. Sie können bei diesem ein Problembewusstsein für sein Verhalten fördern und ihn so dazu bewegen, aktiv Hilfe zu suchen. Dieser Schritt ist von Bedeutung, da erst das direkte Gespräch eine zuverlässige Einschätzung der Lage und damit auch eine Beantwortung vieler der Fragen der Angehörigen erlaubt. Auch im weiteren Verlauf der Therapie ist die Einbeziehung der Angehörigen ausdrücklich vorgesehen.

 
Letzte Änderung: 02.06.2017, 14:18 Uhr
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