Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

Die Lücke

Das gesellschaftliche Engagement richtet sich nahezu ausschließlich auf die Bestrafung und den therapeutischen Umgang mit Personen, die aufgrund einer Sexualstraftat bereits verurteilt wurden. Da die Taten justizbekannt sind, werden sie als Taten im Hellfeld bezeichnet.

Bisherige Maßnahmen zur Vorbeugung sexueller Übergriffe auf Kinder bestehen im Wesentlichen aus vorbeugenden pädagogischen Kampagnen und Maßnahmen für potenzielle Opfer (Kinder), Erzieher und Eltern. Wissenschaftlich fundierte Konzepte zu vorbeugenden Therapiemöglichkeiten für potenzielle Täter fehlen bis dato weitgehend.

Ziel muss es deshalb sein, zusätzlich therapeutische Präventionsmaßnahmen für Personen mit einem Risiko für zukünftige sexuelle Übergriffe zu etablieren, die im Dunkelfeld greifen und somit wirksam werden, bevor es zu sexuellen Übergriffen kommt. Das gilt auch für die Nutzung von Missbrauchsabbildungen im Internet.

Genau hier setzt das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden" an und bietet Menschen, die eine sexuelle Erregbarkeit durch Kinder oder Jugendliche verspüren und/oder Missbrauchsabbildungen konsumieren und aus diesem Grund therapeutische Hilfe suchen, eine kostenlose Behandlung unter Schweigepflicht an.

 
Letzte Änderung: 09.01.2017, 10:08 Uhr
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