Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

FAQ

Häufig gestellte Fragen:

Warum richtet sich das Projekt ausschließlich an Menschen, die keinen Kontakt zur Justiz haben dürfen?

Das Präventionsprojekt Dunkelfeld richtet sich an Menschen, die aus eigenem Antrieb eine Therapie in Anspruch nehmen möchten. Wenn bereits Justizkontakt besteht, verwischen die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdmotivation. Zudem ist die primäre Prävention der Leitgedanke des Projektes.

Werden die Fahrtkosten von der Krankenkasse übernommen?

Die Fahrtkosten können in bestimmten Fällen von der Krankenkasse übernommen werden.

Können Sie mir eine Diagnose für das Familiengericht ausstellen?

Leider können wir keine Diagnosen oder Bestätigungen für Familiengerichte ausstellen.

Wie lange dauert es, bis die Therapie beginnt?

Die maximale Dauer vom Erstgespräch bis zum Therapiestart beträgt etwa 4 Monate. Aus diesem Grund bieten wir die so genannte Psychoedukationsgruppe an, die zum einen diese Wartezeit zu überbrücken helfen und erste Therapieinhalte vermitteln soll. Die Psychoedukationsgruppe findet bis zum Therapiestart einmal wöchentlich statt und bietet neben ersten Informationen auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Warum muss ich Fragebögen ausfüllen?

Das Präventionsprojekt Dunkelfeld ist ein Forschungsprojekt, das sich mit einem für die Forschung noch sehr jungem Thema beschäftigt. Für ein besseres Verständnis pädophiler Neigungen ist es daher wichtig, so viele Informationen wir möglich zu beschaffen. Diese dienen als Grundlage zum besseren Verstehen der Störung als auch zur Verbesserung des Therapieangebotes. Die Daten werden selbstverständlich anonym erhoben und vertraulich behandelt. Interessenten können sich auch gern jederzeit über den aktuellen Forschungsstand erkundigen. Ergebnisse und Veröffentlichungen

Richtet sich das Projekt ausschließlich an Männer?

Das Präventionsprojekt Dunkelfeld der Universität Leipzig richtet sich zwar an "Männer" mit pädophilen Neigungen, aber schließt selbstverständlich auch Frauen mit sexuellen Präferenzstörungen grundsätzlich ein.  Die Teilnahme am Therapieprogramm steht dabei allen Interessenten offen.

Wird die therapeutische Schweigepflicht auch eingehalten, wenn ein sexueller Missbrauch durch die Patienten begangen wurde?

Die Therapeuten unterliegen der therapeutischen Schweigepflicht bezüglich aller in der Vergangenheit liegenden Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs, die ihnen im Rahmen ihrer therapeutischen Tätigkeit bekannt werden. Die Verletzung dieser Schweigepflicht ist strafbar. Zudem wäre durch eine derartige Verletzung der Schweigepflicht der präventive Ansatz von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

 
Letzte Änderung: 23.04.2015, 09:46 Uhr
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