Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

Inhalte

Die Inhalte der Therapie orientieren sich an dem angestrebten Erwerb von Kompetenzen, die in der Forschung als entscheidend für eine erfolgreiche Kontrolle sexueller Impulse identifiziert wurden.

Folgende Themen bilden die Schwerpunkte der therapeutischen Arbeit:

  • Kenntnis und Akzeptanz der eigenen Sexualität ermöglichen das Erkennen und Bewerten eigener Gefühle und Verhaltensweisen, die zu Risikosituationen führen können.
  • Verbesserte individuelle Bewältigungsstrategien für partnerschaftliche, soziale und/oder berufliche Anforderungen senken das Risiko dafür, sexuelle Übergriffe an Kindern zu begehen sowie Kinderpornografie zu nutzen.
  • Die Stärkung der Fähigkeit zur Perspektivübernahme des Kindes sowie die Aufklärung über Fehlannahmen bezüglich Kinderpornografie, Sexualität und sexueller Reife von Kindern, senken die Bereitschaft von Übergriffen und den weiteren Konsum von Kinderpornografie.
  • Spezielle Medikamente bei entsprechender Indikation helfen sexuelle Impulse auszuleben sowie zu dämpfen, um so mehr Raum für Verhaltensänderungen zu erhalten.
  • Die Therapieinhalte werden abschließend in einem "Präventions- und Zukunftsplan" zusammengeführt und festgehalten. Die Wirksamkeit der Therapie wird zu verschiedenen Messzeitpunkten evaluiert.

Der Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit liegt auf der Gruppentherapie; in begründeten Einzelfällen können auch Einzeltherapien durchgeführt werden.

Paargespräche: Um den besonderen Belastungen der Beziehung gerecht werden zu können, besteht im Rahmen des Präventionsprojekts auch die Möglichkeit, Paargespräche zu vereinbaren.

 
Letzte Änderung: 18.10.2012, 16:56 Uhr
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