Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

Pädophilie und Hebephilie

Personen mit einer Pädophilie fühlen sich sexuell von Kindern mit einem vorpubertären Körper (z.B. keine Scham- und/oder Achselhaare, kleine Scheide, kleiner Penis, keine oder minimale Brustansätze) angesprochen, die im Allgemeinen nicht älter als 11 Jahre alt sind. Von den Betroffenen können Jungen- und/oder Mädchenkörper als sexuell erregend empfunden werden.

Personen mit einer Hebephilie fühlen sich sexuell von Kindern und Jugendlichen angesprochen, deren körperliche Entwicklung bereits Merkmale der Pubertät aufweist (z.B. wenig Scham- und/oder Achselhaare, leicht entwickelte Scheide, leicht entwickelter Penis, entwickelte Brustansätze).

Folgende Selbstbeobachtungen geben Anlass zur Vermutung, dass eine Pädophilie/Hebephilie vorliegt:

  • sexuelle Erregung beim Betrachten oder beim Kontakt zu Kindern/Jugendlichen,
  • sexuell erregende Fantasien, in denen Kinder/Jugendliche eine Rolle spielen,
  • Konsum von entsprechenden Missbrauchsabbildungen im Internet.

Mit Blick auf konkrete sexuelle Verhaltensweisen gelingt es einem großen Teil der betroffenen Personen, ihre sexuellen Impulse lebenslang auf der Fantasieebene zu belassen. Daher sind die Begriffe Pädophilie und Hebephilie nicht mit sexuellem Kindesmissbrauch oder sexueller Ausbeutung durch den Konsum von Missbrauchsabbildungen gleichzusetzen.

Dennoch muss bedacht werden, dass ein sexuelles Verlangen nach Kindern und/oder Jugendlichen einem sexuellen Missbrauch vorausgehen kann. Insofern ist es wichtig, dass Betroffene zum Schutze von Kindern und Jugendlichen sowie vor sich selbst über eine sehr gute Verhaltenskontrolle verfügen.
 
Letzte Änderung: 18.10.2012, 16:44 Uhr
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