Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

Qualitätsstandards

Kommunikation und Medien - Primäres Ziel ist die Verhinderung von sexuellen Übergriffen gegenüber Kindern sowie die Vermeidung der Nutzung von Missbrauchsabbildungen (so genannte Kinderpornographie). Eine „Heilung" oder Auflösung dieser sexuellen Präferenz wird nicht in Aussicht gestellt.
Die Außenkommunikation vermittelt keine moralische Bewertung sexueller Fantasien, vertritt aber eine klare Position gegen sexuell übergriffiges Verhalten.

Schweigepflicht und Anonymität - Die gesamte Therapie in den Ambulanzen des Präventionsnetzwerks erfolgt kostenlos und unter Schweigepflicht. Sämtliche Informationen und Daten sind - genau wie in jeder anderen Behandlungssituation auch - vollständig durch die ärztliche Schweigepflicht geschützt und werden in anonymisierter Form gespeichert und zu Forschungszwecken sowie zur Qualitätssicherung ausgewertet.

Diagnostik - In allen Zentren erfolgt eine einheitliche Basisdiagnostik zur wissenschaftlichen Begleitforschung und zur Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien für eine Therapie. Dies ermöglicht in Verbindung mit der fortlaufenden Therapieevaluation eine zuverlässige Optimierung der Präventionsarbeit.

Therapeutisches Vorgehen - Das Präventionsnetzwerk verfolgt unter Gesichtspunkten der Therapieevaluation gemeinsame Therapieziele. Primäres Ziel ist der Schutz von Kindern durch die Verhinderung von sexuellen Übergriffen sowie der Nutzung von Missbrauchsdarstellungen (so genannter Kinderpornographie).

Therapie - Die Therapie wird wöchentlich in Gruppen durchgeführt sowie bei entsprechender Indikation auch als Einzeltherapie. Die Behandlung folgt einem strukturierten Therapieplan, berücksichtigt aber die individuellen Bedürfnisse und erfolgt in Absprache mit den Teilnehmern. Gegebenenfalls findet auch eine Einbeziehung von Angehörigen und/oder Partnern statt. Das therapeutische Vorgehen integriert psychotherapeutische, sexualwissenschaftliche, medizinische und psychologische Ansätze.

Die Qualifikation - Die mit der Diagnostik und Therapie betrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Zentren weisen neben einer psychotherapeutischen Qualifikation vor allem eine für diese Tätigkeit notwendige sexualmedizinische/sexualtherapeutische Qualifikation auf, die in besonderen Weiterbildungen sexualwissenschaftlicher Gesellschaften vermittelt wird. Diese Qualifikation schließt Kenntnisse und Fertigkeiten in der Diagnostik und Therapie sexueller Störungen einschließlich der sexuellen Präferenzstörungen in besonderem Maße ein.

 
Letzte Änderung: 09.01.2017, 10:19 Uhr
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