Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

Sexueller Kindesmissbrauch

Im strafrechtlichen Sinn ist sexueller Kindesmissbrauch eine „Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung". Sexuelle Handlungen an oder mit Kindern sind immer strafbar - auch dann, wenn sich das betroffene Kind (juristisch: eine Person unter 14 Jahren) scheinbar einverstanden gezeigt hat. Eine solche Einwilligung wäre nämlich deshalb bedeutungslos, weil ein Kind aufgrund seines Entwicklungsstandes einer solchen Handlung nicht verantwortlich zustimmen kann. Strafmündigkeit ist vom Gesetzgeber daher auch erst ab dem Alter von 14 Jahren vorgesehen.

Zu missbräuchlichem Verhalten zählen sowohl direkte sexuelle Kontakte mit den Genitalien des Kindes, als auch Handlungen, die das Kind zwingen, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, beispielsweise im Zusammenhang mit der Herstellung von Missbrauchsabbildungen. Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen sind insbesondere dann strafbar, wenn bestimmte Umstände hinzukommen: falls der Täter eine Zwangslage oder ein Schutz- und Obhutsverhältnis ausnutzt oder wenn das Opfer - etwa aufgrund einer Behinderung - widerstandsunfähig ist bzw. eine sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung vorliegt.

 
Letzte Änderung: 18.10.2012, 16:44 Uhr
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