Präventionsprojekt Dunkelfeld
 Universitätsmedizin Leipzig

Missbrauchsabbildungen

Missbrauchsabbildungen werden häufig verharmlosend als Kinderpornografie bezeichnet. Das Internet hat deren Verbreitung erheblich vereinfacht. Dabei sind einmal in Umlauf gebrachte Medien praktisch nicht wieder aus dem Netz zu entfernen. Missbrauchsabbildungen und erotisierte Darstellungen von Kindern/Jugendlichen stellen somit für die Dargestellten eine lebenslange Konfrontation mit dem durchlebten Missbrauch dar.

Missbrauchsabbildungen wirken erregend auf Menschen, die sexuell ansprechbar für präpubertäre Kinder (Pädophilie) oder pubertierende Kinder (Hebephilie) sind. Insbesondere für solche Personen besteht ein hohes Risiko, kinderpornografische Materialien zu nutzen und auf diese Weise die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu unterstützen.

Die Erfahrungen aus dem Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden" zeigen, dass viele Menschen mit einer pädophilen oder hebephilen Neigung unter ihrem sexuellen Interesse an Minderjährigen leiden und Hilfe suchen. Darüber hinaus bestätigt sich, dass eine große Gruppe der Hilfesuchenden bereits Missbrauchsabbildungen nutzte (Dunkelfeld-Nutzer) oder Angst hat, diese zukünftig zu nutzen (potenzielle Nutzer). Viele der Nutzer haben Angehörige, die von deren Konsum kinderpornografischer Materialien wissen und unter diesem Wissen ebenfalls leiden.

 
Letzte Änderung: 09.01.2017, 10:06 Uhr
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